Nicht jede Kapitalanlage, die als sicher gilt, funktioniert nach den gleichen Prinzipien. Ein Blick auf die gängigsten Anlageformen zeigt, worauf ihre Sicherheit jeweils beruht.
Tagesgeld und Festgeld zählen zu den sichersten Anlageformen überhaupt: Einlagen bis 100.000 Euro pro Bank und Kunde sind durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt, Kursschwankungen gibt es bei diesen Zinsanlagen nicht. Aktuell bieten einige Banken über drei Prozent Zinsen auf Tagesgeld. Festgeld bietet zusätzlich garantierte Zinsen über einen festgelegten Zeitraum, dafür ist das Kapital für diesen Zeitraum gebunden und steht nicht dauerhaft zur Verfügung. Wer Wert auf Verfügbarkeit legt, etwa für einen Notgroschen, greift eher zum Tagesgeldkonto, wer einen festen Betrag über Jahre nicht benötigt, kann mit Festgeld oder Sparbriefen oft bessere Konditionen erzielen.
Auch Anleihen von Emittenten mit hoher Bonität, etwa von Staaten oder etablierten Unternehmen, gelten als moderat sichere Geldanlage und bieten planbare Erträge über eine feste Laufzeit. Das Risiko hängt hier direkt von der Zahlungsfähigkeit des jeweiligen Emittenten ab und ist damit höher als bei Tagesgeld oder Festgeld, aber niedriger als bei Aktien.
Aktien-ETFs bieten langfristig eine durchschnittliche Rendite von sechs Prozent und damit deutlich mehr als reine Zinsanlagen. Diese Rendite ist allerdings nicht garantiert: ETFs unterliegen Kursschwankungen an der Börse und können zwischenzeitlich deutlich an Wert verlieren, bevor sie sich langfristig erholen. Ein Depotvergleich kann helfen, die besten Konditionen und Gebühren für ETFs oder Anleihen zu finden, da sich Depotgebühren je nach Bank oder Broker spürbar unterscheiden.
Gold wiederum hat seit Jahrtausenden einen bleibenden Wert und dient als sicherer Hafen in Krisenzeiten, wirft aber selbst keine laufenden Erträge wie Zinsen oder Mieteinnahmen ab. Wer sein Vermögen breit streut, statt alles auf eine einzelne Anlageform zu setzen, minimiert durch diese Diversifikation zusätzlich das Risiko im gesamten Anlageportfolio, da sich Verluste einzelner Anlagen durch Gewinne anderer teilweise ausgleichen lassen.
Wichtig dabei: Zwei Prozent Zinsen sind mindestens nötig, um die Inflation zu schlagen und die Kaufkraft des Kapitals langfristig zu erhalten. Genau hier zeigt sich, warum Sachwerte wie Immobilien für viele Anleger zunehmend interessant werden.